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4. Station: "In Jesu Armen"

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Sehet, Jesus hat die Hand
uns zu fassen, ausgespannt,
kommt! - Wohin? - in Jesu Armen
sucht Erlösung, nehmt Erbarmen,
suchet! - Wo? in Jesu Armen.
Lebet, sterbet, ruhet hier,
ihr verlass'nen Küchlein ihr,
bleibet - Wo? - in Jesu Armen.
 
Komm, süßes Kreuz, so will ich
sagen,
mein Jesu, gib es immer her!
Wird mir mein Leiden einst zu schwer,
so hilfst du mir es selber tragen.

 

Bildbetrachtung:

Ein dunkles, breites Kreuz, durchbrochen von einer hellen, nach oben
gebogenen Linie. Ein nach unten geneigter Kopf, der Sterbende. Im
Vordergrund jede Menge Zuschauer. Zwei halbe Herzen im Lila der Buße
und in dunklem Rot. Zwei grüne Streifen, die die Zuschauer geradezu
umarmen. Sind es Jesu Arme oder streckt dieser seine Arme in der hellen
Linie hilfesuchend nach oben?
Da ist einer eigentlich am Ende. Gescheitert. Verurteilt. Dem Tod
ausgeliefert. So hängt Jesus am Kreuz, sein Körper eins mit dem Holz. Der
dunkle Himmel lastet schwer auf seinen Schultern. Wie in einer Schale
scheint sich all das Dunkle und Schwere in der gebogenen, weißen Linie zu
sammeln. Jesu Herz ist auseinander gebrochen unter der Last des Leides.
Die vielen Zuschauer gaffen. Was sie wohl bewegt? Da gibt es den einen,
der sprachlos am Kreuz lehnt. Grau und Schwarz ist er. Dann die andere in
hellblau, die sich in Trauer um den Freund beugt. Die vielen stummen, die
es nicht begreifen können und zuletzt die eine blaue Figur, die mit offenen
Armen zu Jesus nach oben blickt. Da umarmen zwei grüne Streifen die
ganze Menge. Jesus scheint sich hinabzubeugen. "Sehet, Jesus hat die
Hand ausgespannt, uns zu fassen. Kommt! Lebet, sterbet, ruhet hier." Das
ruft uns Bachs Musik zu.
Wie heißt es in Römer 14, 8: "Wenn wir leben, leben wir für den Herrn, und
auch wenn wir sterben, gehören wir dem Herrn. Im Leben wie im Sterben
gehören wir dem Herrn." In Jesu Tod zeigt sich, dass er nicht nur unser
Leben teilt, sondern auch unseren Tod. So ist unser Sterben kein Fallen aus
Zeit und Raum hinein in ein Nichts, sondern vielmehr ein Fallen in Jesu
Arme. "So will ich dich fassen in meinen Arm und Schoß." antwortet darauf
die dritte Stimme der Matthäuspassion. Die Arme öffnen - im Vertrauen, dass
unser Leben und Sterben in Gott geborgen ist. Die Arme öffnen - für alle die
Abschied nehmen müssen - für alle die gehen müssen. Stehen bleiben - bei
dem, dessen Erbarmen, Liebe und Leben uns gilt. Stehen bleiben - bei allen,
die Trauern. Sich geborgen wissen in der Liebe Gottes über alle Grenzen
hinweg.
 
Gebet:
Jesus, deine Arme umfassen unser Leben und unser Sterben. Über die Zeit
unseres Lebens hinweg gelten deine Liebe und deine Zusagen. Öffne
unsere Herzen und Arme, dass wir diese Hoffnung und diesen Trost
aufnehmen und weitergeben können. Amen.
 
Lied: EG 85, 6
Ich will hier bei dir stehen;
verachte mich doch nicht!
Von dir will ich nicht gehen,
wenn dir dein Herze bricht.
 
Wenn dein Herz wird erblassen
im letzten Todesstoß,
alsdann will ich dich fassen
in meinen Arm und Schoß.

 

Wir gehen weiter zum Kreuzweg Station 5 

 

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